Stelle dir nicht nur das perfekte Ergebnis, sondern realistische Handlungen vor: Antritt, erster Kontakt, Blickführung, Rhythmus. Verknüpfe Bilder mit Geräuschen, Temperatur und dem Gefühl deiner Ausrüstung, damit das Gehirn vertraute Signale abrufen kann. Zwei bis drei Durchläufe genügen, um aus Unsicherheit ein ruhiges „Schon erlebt“-Gefühl zu formen. Wiederhole denselben Ablauf an Trainingstagen, damit dein Nervensystem ihn als verlässliche, beruhigende Routine erkennt.
Ein einfacher Takt stabilisiert deine Erregungslage: vier Sekunden ein, sechs bis acht Sekunden aus, Schultern sinken lassen, Kiefer lösen. Zähle im Kopf, beobachte den Bauch statt die Brust und verknüpfe das Ausatmen mit einem kurzen Stichwort wie „klar“ oder „ruhig“. So leitest du bewusst Richtung Parasympathikus um. Trainiere das Muster täglich eine Minute, damit es unter Wettkampfdruck automatisch abrufbar bleibt und nicht künstlich wirkt.
Kurze, gleichbleibende Reihenfolge reduziert Chaos: Ausrüstung prüfen, Schnürung, Griff, Sensoren, dann taktisches Schlüsselwort, schließlich ein Mini-Siegmoment aus dem Training erinnern. Begrenze die Checkliste auf fünf Punkte, damit sie auch in lauter Umgebung sicher sitzt. Wenn etwas fehlt, atme bewusst einmal länger aus, setze den Ablauf fort und verliere nicht den roten Faden. Konstanz der Reihenfolge schafft Vertrauen, selbst wenn äußere Umstände sich verändern.
Setze auf dynamische Mobilität: Ausfallschritt mit Drehung, Kniehebelauf, Skippings, kontrollierte Armkreise. So erhöhst du Temperatur und Range of Motion, ohne Spannkraft zu verlieren. Statik passt eher in separate Beweglichkeitssessions. Denke in Gelenkketten: Sprunggelenk, Hüfte, Brustwirbelsäule. Verknüpfe jedes Muster mit Atem, um Tempo zu steuern. Spüre, wann Lockerheit in Stabilität übergeht, damit du dich kraftvoll, aber nicht „weich“ fühlst.
Gewichte sind nicht nötig: Minibands, kurze Isos und gezielte Ansteuerung reichen. Glute-Bridge-Varianten, Außenrotationen, Waden-Pulses, Schulterblatt-Settings. Wenige Wiederholungen, saubere Spannung, sofort in eine sportnahe Bewegung übertragen. So verknüpft das Nervensystem Aktivität mit Aufgabe. Ein Beispiel: Hüftaktivierung, direkt gefolgt von Antritten über zehn Meter. Spüre, wie Timing und Bodenkontakt klarer werden. Qualität schlägt Quantität, besonders in den Minuten vor dem entscheidenden Einsatz.
Setze am Ende zwei bis vier kurze, nahezu maximale Impulse: Sprints, Sprünge, Richtungswechsel, Reaktionsstarts auf akustisches Signal. Pausen großzügig wählen, damit Frische bleibt. Diese Spitzen erinnern Körper und Kopf an Wettkampfintensität, ohne zu ermüden. Ein klarer Cue, ein explosives Muster, dann wieder Ruhe. Beobachte Herzschlag und innere Erregung: Ziel ist Wachheit, nicht hektische Nervosität. Danach ein tiefes Ausatmen und ein letzter Anker für Konzentration.